Fachforumsmitglieder vor Ort

Das Fachforum Integration, Leben + Arbeit: Wir besuchen am 15. November das Bauinfozentrum Bizzz in Gutenbach. Dort treffen wir den Architekten Klaus Wehrle. Die Team-Strategen hatten Gelegenheit, sich und  ihre Stärken zu präsentieren. Die Kandidaten sind Bauingenieure und Architekten – meist aus Syrien – haben eine abgeschlossene Berufsausbildung plus einen in Deutschland anerkannten Titel. Alle dürfen hier bleiben und arbeiten. An dieser Stelle kommt die spannende Frage ins Spiel: Ist der berechtigte Wunsch nach Integration erfüllbar oder bleiben die Inhalte der Reden von Politikern in den TV Diskussionen nur leere Versprechungen? Wer hilft wirklich weiter? 

Das Fachforum wird von der Wolfgang Mewes Stiftung aber auch von verschiedenen Verbänden und Bildungseinrichtungen unterstützt. Wir diskutieren in wöchentlichen und monatlichen Treffen die aktuelle Situation und beschäftigen uns mit den Talenten der Teilnehmer, um diese Experten in Absprache mit geeigneten Arbeitgebern sofort einsetzen zu können oder nach Vervollständigung (…über eine Einstiegs-Qualifikation) dann einer geregelten Arbeit zuzuführen. Zu diesem Zweck üben wir Kurzvorstellungen (Elevator Pitch). Wir spielen Bewerbungssequenzen durch und diskutieren über die Begriffe Prioritäten, Entscheidungsfindung und Commitment. 

Eine weitere Besonderheit im Angebot unserer Gruppe liegt darin, Mitglieder zu regulären Geschäftsmeetings mit zu nehmen. So begleitet mich Reza (Industrieingenieur aus Theheran) nach Rottweil zum Planspielnachmittag der Vier Punkt Null Welten. Ort der Veranstaltung ist das Studienzentrum Rottweil der Hochschule Furtwangen University (HfU) unter Leitung von Prof. Volker Bucher. Zu diesem Anlass treffen sich Professoren und Unternehmer um die Herausforderungen der digitalen Entwicklung in den mittelständischen Firmen zu besprechen und jeweilige Reifegrade festzustellen. Die Mitspieler sprechen schnell und oft mit einem Dialekt oder auch durcheinander. Eine echte Herausforderung für unsere ausländischen Experten, auch wenn diese bereits gut sprechen und die Kenntnisse mit einem Zeugnis – beispielsweise C1 – testiert bekommen haben. Die echte Herausforderung liegt vor Ort und wird auch dort bewältigt oder eben nicht. Dann heißt es: Nacharbeiten – und das möglichst schnell!

Gerne nehmen wir auch Gelegenheiten war, weiter entfernt liegende Betriebe zu besuchen und dort Fachkräfte zu präsentieren. So geschehen beim Retrofit Unternehmen HDC Huttelmaier Dienstleistungscenter in Schorndorf. Dieser 40 Mann-Betrieb rüstet gebrauchte Maschinen auf und nach. Das heißt: Das Innenleben bereits gebrauchter Werkzeugmaschinen wird aufpoliert.

Neue Elektrik und moderne Steuerungselemente machen diese Maschinen für eine Karriere im Automatisierungsbereich und später dann für die Digitalisierung fit. Jörg Huttelmaier und sein Team macht aus ‘angejahrten‘ Maschinen wieder top-aktuelle Produktionswerkzeuge. So gesehen ist Huttelmaier Retrofit ‘ein Jungbrunnen für jeden Maschinenpark‘. 

Hier kommen wir als Top-Job-Gruppe ins Spiel: Gerade im ländlichen Bereich fehlt es oft an Fachkräften. Hier bieten wir mit unserer Gruppe eine gute Möglichkeit, sich schnell und ohne großen Aufwand neue Mitarbeiter anzusehen und diese auch einzustellen. Meist wird man vier Wochen zur Probe arbeiten. Da die Aspiranten aber gut motiviert in diese für sie neue Welt einsteigen, brennen sie förmlich darauf, zu zeigen, was in ihnen steckt. Peter Käpernick im Dezember 2017 (Projektleiter).

Hinweis: Die Erlaubnis zur Veröffentlichung der eigenen (gezeigten) Bilder liegt uns vor. Bei Bedarf können diese Nachweise angefordert werden.