Analoges Brettspiel iXX Industrie 4.0.

…macht die Digitalisierung „be-greifbar“. Veränderung geschieht! Sie ist die Herausforderung unserer Existenz. 

Natur, Personen, Unternehmen und Systeme: Alles unterliegt einem stetigen Wandlungsprozess. Der Volksmund sagt: „Die einzige Konstante ist der Wandel!“ Als Person nehmen wir Veränderung nicht immer wahr, weil sie unmerklich in vielen kleinen Schritten und über lange Zeiträume geschieht. Wir sehen Pflanzen vergehen. Menschen werden geboren, werden krank und sterben. Unternehmen werden gegründet und gehen pleite. Funktionierende Systeme geraten mehr oder weniger plötzlich außer Kontrolle!

Der denkende Mensch hat (oft) die Wahl. Er handelt auf Basis einer Eintscheidung, eines Motives, einer Grundhaltung. Wenn Wandel trotzdem geschieht, stellt sich die Frage: „Wie gehe ICH mit dieser Veränderung um?“

Team-Manager (Blick nach innen) und Key-Accounter (Blick nach außen) sind Mitarbeiter, die in der mittleren Ebene eines Unternehmens in Zeiten der Veränderung einen besonders schweren Stand haben. Für sie ist der Wandel direkt und körperlich spürbar: Sie bekommen Druck von oben und von unten! Sandwhich Situationen dieser Art sind unbefriedigend und führen schon mal zu „innerer Kündigung“ und zu „burn-out Krankheiten“. Das bedeutet, eine nicht nötige Verschwendung von Ressourcen!

Aktuell wird in Deutschland die digitale Agenda diskutiert. Stichwort: Industrie 4.0. Sie kommt für manchen Akteur gar als Paradigmenwechsel daher. Wir erwarten viel Veränderung in ganz kurzer Zeit! Die Diskussion dreht sich um die Themenfelder:

• Big Data – Industrie, Software, Sicherheit.

• Geschäftsmodelle – Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft.

• Zukunftsfabrik – Wertschöpfung im Wandel: Von der Wertschöpfungskette zu Wertschöpfungsnetzwerken.

• Demografie – Gesellschaft, Fachkräfte, Aus- und Weiterbildung.

• Leben in der Digi-Zeit – Mittelstand, Mensch, Beruf und Familie.

• Konnektivität – Soft- und Hardware, Sensoren und Elektronik.

Was gehen mich die zukünftigen Entwicklungen mit Blick auf meinen Arbeitsplatz an? Welchen Beitrag leiste ich, welchen muss ich zukünftig leisten? Wie gehe ich mit Veränderung um? Ob wir das Glas als halbvoll oder als halbleer interpretieren hat Auswirkungen darauf, wie wir die Wirklichkeit sehen wollen!

Vertreter des Konstruktivismus sehen Wirklichkeit als Resultat unserer ureigenen Konstruktions- und Interpretationsprozesse. Danach findet Lernen „von innen heraus“ statt, also als Ergebnis von Handlungen die Personen auf Basis ihrer eigenen Werte, Überzeugungen (Glaubenssätze) und (Vor) Erfahrungen auslösen. Lernen, Erkennen und „anders“ Handeln funktioniert dabei nicht linear, sondern ist ein zirkulärer, aus verschiedenen Aktivitäten zusammengesetzter Prozess. Erfahren, beobachten, reflektieren, anwenden sind Prozess-Schritte die sich von Ebene zu Ebene „hochschrauben“.

Was liegt also näher, um mit einem Methodenmix bestehend aus einem Planspiel, Inputeinheiten und weiteren darstellenden Elementen interessierten Mitarbeitern des mittleren Managements ein Übungsfeld zu bieten, in dem sie – quasi wie in einem geschützten Raum – Veränderung ausprobieren (simulieren) können. Damit lassen sich einerseits Ergebnisse vorwegnehmen, andererseits aber auch geeignete Reaktionsmuster auf das Neue trainieren.

Unser Angebot heißt iXX Industrie 4.0. und ist ein dialogisches Planspiel mit Moderator und einer „darstellenden“ Komponente die wir „Prototyping“ nennen. Sechs, zwölf oder achtzehn Spieler sehen vor Spielbeginn einen kurzen Film über die Thematik Industrie 4.0. in ihrer Vielfalt. Es gibt ergänzend eine Bildgeschichte, die die zukünftige Vernetzung deutlich machen soll. In der gemeinsamen Vorstellungsrunde benennen die Teilnehmer ihren Wissenstand zu Industrie 4.0 und ob sie bisher eine Relevanz für sich bzw. für ihr Unternehmen sehen. Diese Ausgangslage wird auf Mod-Karten festgehalten.

Die Spieler bewegen durch würfeln ihre Spielfiguren so lange, bis einer in seinem Zielfeld ankommt. Auf farbigen Feldern sind verschiedene Aktionen mit info- oder Fragekarten auszuführen. Die daraus entstehenden, durch einen Moderator geführten, auch kontroversen, Diskussionen sind der Kern des Spiels.

Die Spieldauer beträgt etwa drei Stunden. Am Schluss geht jeder Spieler seine gesammelten Fragekarten durch und überprüft, inwieweit die Fragestellung für seine Situation relevant sind. Ausßerdem resümiert er, in welchen Punkten er tätig werden sollte, um sich auf Industrie 4.0. vorzubereiten. Gewonnen hat, wer die meisten Geld-Chips sammeln konnte. Jeder Teilnehmer überlegt, in welche konkrete Maßnahmen er investieren würde. Aus Bausteinen, Pappe oder als Papiermodell wird zum Schluss ein Prototyp dessen hergestellt, was den Kern der Idee ausmachen soll.

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