Future House, ein Konzept für die Zukunft?

Geschrieben von Peter Käpernick am in Allgemein

StrategieForum Freiburg: Linear zu Circular – Future House, ein Konzept für die Zukunft?

1. Wer sich getroffen hat inkl. Vorstellungsrunde: 15 Strategen der Freiburger Strategisten trafen sich im virtuellen Meetingraum der Zoom-Plattform um das ‘Future House‘ Konzept von Romeo Gündling zu diskutieren. Das Produktangebot besteht aus modulartigen Wand- und Deckenbauteilen, die auf der Baustelle als Selbstbausatz einfach und schnell zusammen geschraubt werden können. Als Werkzeuge benötigt der Bauherr nur eine Leiter und einen Elt-Schrauber.

2. Das Produkt: Die Wandbauteile sind 49 cm breit und bis zu 40 cm dick, sie bestehen aus zwei senkrechten Ständern, die innenseitig am Bodenbrett mit einem Winkel festgeschraubt werden. Zwischen den Ständern liegen die werkseitig eingebauten Dämmblöcke. Die Montageleistung kann von zwei Personen ohne Kran in sehr kurzer Zeit erbracht werden. Fenster- und Türöffnungen werden durch Weglassen der Platten dort vorgesehen, wo sie geplant wurden. Die Deckenteile werden analog der Wandteile montiert. Die Dachkonstruktion kann als Pultdach ausgeführt werden, in den allermeisten Fällen werden aber Flachdächer gebaut.

Aus diesen Einzelelementen können nun werkseitig fertige Module ca. 4.80 m x 12.80 m gefertigt werden. Dieses Modul hat eine Wohnfläche von ca. 50 qm und kostet als Selbstbausatz 45.000 Euro. Schlüsselfertig wäre der Preis 99.000 Euro. Diese Module können, wenn sie fertig auf die Baustelle kommen, nebeneinander gestellt oder auch gestapelt werden. Dadurch ergeben sich Hausflächen von 100 oder auch mehr Quadratmeter.

Dafür erhält der Kunde ein mobiles Niedrigenergie-Haus, das in seiner Form veränderbar ist. Es braucht wenig Grundfläche, kann sehr schnell an bereits bestehende Häuser angebaut oder beigestellt werden. Damit werden Ansprüche an eine hohe Flexibilität erfüllt, Stichworte: Homeoffice, Wohnen im Alter, Wohnen in der Gemeinschaft oder vielleicht auch als beweglicher kleiner Laden in City / Country Lagen. Modulare Wohnparks bis hin zu Vermietungen auf Campingplätzen oder auf Dächern von Supermärkten könnten realisiert werden.

3. Während des Themenabends wurde die Frage nach der Botschaft – diskutiert.
Einige Vorschläge gingen in die Richtung: ‘Wohnraum habe ich, Büroraum brauche ich‘. Oder: ‘Hippes Wohnen im Alter in der Gemeinschaft‘. oder: ‘Die praktischen ‚add ons‘ für zusätzlichen Co-Working Spaces’. Bis hin zum kleinen Dorfladen auf dem Lande.

1. Zielgruppe Firmen und deren Mitarbeiter. Ein flottes Mitarbeiterbindungsprogramm.
2. Die junge Familie. Eigentum schaffen bei höchster Flexibilität, das Haus wächst mit.
3. Ältere Leute, die ihr Eigenheim selbst bewohnen und darüber nachdenken, wie aus dem Eigentum eine Einnahmequelle werden kann, sind mit diesem Konzept, sofern Platz vorhanden ist, ebenfalls gut bedient.
4. Eine vierte Zielgruppe sind Handwerksbetriebe aus der Branche. Diese könnten ihr Angebot erweitern.

Ein Brücke zur Engpass-Strategie von Wolfgang Mewes: Er hat vermittelt, das eine Änderung der Strategie – ein rein immaterieller Vorgang – auch zu einer anderen Ausrichtung der Kräfte führt. Wenn diese Kräfte darauf ausgerichtet werden, das brennende Problem einer klar definierten Zielgruppe zu lösen, entsteht für diese in der Folge ein zwingender Nutzen….dessen Wirkung in der Folge auch den materiellen Vorteil des Anbieters bedeutet. Stichworte: Stärken, Zielgruppe, Konzentration auf den Engpass, Nutzen. Aber Achtung: Es gibt innere und äußere Engpässe.

4. Wie kommt die Botschaft zur Zielgruppe? Instagram. Video. Werbung über Partner. Eigene neue WEB Seite. Green World Tour mit dem Truck. Kooperationen mit XXL Möbelhäuser und / oder mit IKEA. Einige Möglichkeiten wurden angesprochen.

5. Die Sache mit dem Geld. Auch hier sind einige Punkte angesprochen worden. Geld geht auch zusammen, mit Punkt 6 ‚Wer macht was?‘. Ein Diskussionsbeitrag lief darauf hinaus, sich die richtigen Partner zu suchen. Damit einher geht ein anderer Beitrag, die Organisation von Grund auf zu überdenken und neu zu organisieren. Es war ein interessanter, sehr technisch geprägter Abend. Es steckt viel Potenzial in diesem Konzept, es ist auch ein Konzept, das unter dem Blickwinkel der angedachten Kreislaufwirtschaft sehr gut passen würde. Wir vom Bundesverband StrategieForum e. V. werden dran bleiben. Ja! Wir helfen auch gerne weiter.

Der nächste Strategieabend ist für den 30.7.2020 nochmals als Video Konferenz zum Thema der Kreislaufwirtschaft geplant. Eine Fortsetzung unserer Sitzung vom 28. Mai 2020. Eine Einladung schicken wir rechtzeitig raus.

Peter Käpernick, Emmendingen, am 26.6.2020

W2W – Wert zu Wohl: Der europäische Grüne Deal

Geschrieben von Peter Käpernick am in Allgemein

Die Idee auf den Punkt gebracht!

W2W – Kick off für Strategieprozess ‘Kreislaufwirtschaft‘ (new circular economy)

Ein Projekt-Setting für kooperatives Herangegehen an den Wandlungsprozess der als ‘Beyoundcrisis-Project‘ auf jeden von uns zu kommt. Wir diskutieren Ideen zirkularen Handelns als Person (..unser Einfluss als Konsumenten) sowie die Chancen und Möglichkeiten für mittelständische Unternehmen an den Aktionsplänen des europäischen Grünen Deals der EU teilzuhaben. Die Themen:

• 200 Jahre falsche Strategie: Ergebnisse und Ausblick

• Werte in Einkommen verwandeln

• Vorhandenes Geschäftsmodell überprüfen

• Enkeltaugliche Strategie für das Wirtschaften entwickeln

Zeit für neue Lösungen! Was macht die Idee für Deutschland nach Corona so besonders?

Die aktuelle Lage und deren Folgen beinhaltet eine kurze und knappe Botschaft: Wir werden zukünftig anders Wirtschaften! Weg von ‘linear‘, hin zu mehr Kreislauf und Wiederverwendung. Der ‘Grüne Deal‘ der EU Kommission (Closing the loop: New circular economy package) und seine begleitenden Ziele und Investitionspläne vom März 2020 wird uns als Bürger und die EU als Gemeinschaft in die Lage versetzen, nachhaltige Produkte und Prozesse zu etablieren, Rohstoffe besser zu verwerten, die Vermüllung zu stoppen und – eine soziale Zielsetzung – besser zu kooperieren. Wir werden den Fokus darauf lenken, Wert(e) in Einkommen zu verwandeln!

Neu an dem hier vorgestellten Ansatz ist die Art, wie wir den Wandlungsprozess starten und die nachfolgenden Schritte gestalten: Eine Kombination aus Gruppenarbeit: Mit der W2W – Gamification und mit computerbasierten Simulationen (Simcision). Dieser eher leichte, spielerische und angstfreie Ansatz führt in neun Schritten durch einen kreativen Raum entweder während entsprechender Präsenztreffen oder auch im Internet. Dabei lassen die Teilnehmer in wenigen Stunden Ideen bis zu ersten Prototypen heranreifen: Ziel ist das schnelle Ausprobieren! Sowie das noch schnellere Umsetzen besserer Lösungen!

Wie verbessert dieser Ansatz die Zukunft der Menschen und Unternehmen?

Während des Settings werden Ideen geboren, die mit besserer Nutzung von Ressourcen bzw. Energien bezogen auf eine Zielsetzung zu tun haben. Mehrfachnutzungen bringen Vorteile für die Umwelt, schaffen neue Geschäftsmodelle und neue Arbeitsplätze. Produkte und Prozesse werden nicht mehr nur verbessert, sondern völlig neu (zirkular) vom  Ende her gedacht. Modulares Design verlängert die Lebenszyklen und ordnet den verbauten Teilen bzw. Rohstoffen einen Wert zu, der sich im Markt in Einkommen verwandeln lässt. Produkte werden nicht mehr verkauft, sondern vom Kunden bezahlt wird die erworbene Dienstleistung. Damit verbleiben Hersteller als Dienstleister in der Verantwortung für ihre verwendeten Wertstoffe. Daraus folgt, dass weniger bis kein Abfall mehr anfallen wird!

Status quo und Vision: Wohin geht die Reise, wo stehen wir?

Wir stehen am Anfang, erkennen aber, dass uns das Klima und die rigorose Ausbeutung von fossilen Rohstoffen sowie die Vermüllung von Meer und Landschaft kaum noch Platz für ein nachhaltiges Leben einer nächsten bzw. übernächsten Generation lassen. Unsere Vision: Die Kreislaufwirtschaft ersetzt das lineare Wirtschaftsmodell. Eine Welt produziert Wert(e) für alle!

Unsere Modellfirma (www.act-if.consulting) soll junge Menschen und alte Praktiker zusammenbringen und neue Ideen ‘spielerisch‘ erproben und prototypartig umsetzen.  Wir wollen das landesweit in kleinen Gruppen tun. Entweder in entsprechenden realen oder auch in virtuellen Räumen. Ziel ist eine schnelle Multiplikation: Viele Menschen sollen auf den anstehenden Wandel eingestimmt werden, es sollen gleichzeitig Ängste abgebaut und viele umsetzbare Chancen erarbeitet werden. Wir wollen diese sammeln und veröffentlichen.

Wer spricht bereits über das Projekt?

Zufriedene Studenten der Hochschule Esslingen über duchgeführte Lernerlebnisse. Einige Regionalleiter sowie Mitglieder der Wolfgang Mewes Stiftung, des Bundesverbandes StrategieForum e.V. und Mitglieder der Offensive Mittelstand und deren Stiftung Mittelstand – Gesellschaft – Verantwortung. 

Die Entstehung – Wer kam wann und wo auf die Idee?

Während der Strategieabende (Bundesverband Strategie Forum e.V) entstehen solche Ideen. An der Hochschule in Esslingen probieren wir zu Lehr- und Lernzwecken solche eher neuen Ansätze aus. Prof. Dr. Siegfried Zürn fördert Lehrveranstaltungen dieser Art. Ideen werden dann in den Gruppen gemeinsam weiterentwickelt. Meine Rolle: Als Projektleiter möchte ich mit dieser Aktion viele neue und praktikable Ideen für eine nachhaltige Zukunft einsteuern.

L2C – Circle Thinking

Geschrieben von Peter Käpernick am in Allgemein

Die aktuelle Krise zeigt uns, wo die Grenzlinien verlaufen – oder?

Zeit für neue Lösungen: In dieser Zeit wird klarer, dass das derzeitige Wirtschaftsmodell so nicht mehr funktioniert. Wir brauchen – im Grunde weltweit – ein enkeltaugliches Modell. Mit Blick darauf, wie wir wirtschaften, wie wir die Versorgung der Menschen organisieren fällt auf, dass der Markt nicht alles regelt. Die Abfälle belegen das – sie sind zwar weg, aber eigentlich noch da. Im Meer, auf Müllkippen oder als Stickoxyde in der Luft.

Wir sprechen von der ‘Wegwerfgesellschaft’. Dieses seit 250 Jahren verfolgte Konzept basiert auf einem ‘linearen‘ Muster von ‘nehmen-machen-konsumieren-wegwerfen’. Die japanischen Autohersteller haben diese Verschwendung vor Jahren erkannt und mit Kaizen, Kanban, Kata u.a. Instrumente geschaffen, die die ständige Verbesserung im Blick haben. Auch der Begriff des Wertstromes ist lange bekannt. In der o.g. linearen Wirtschaftswelt ist alles auf Effizienz getrimmt.

Etwas tiefer gedacht, geht es um eine Haltung, um eine Philosophie. Abfälle sind nicht wertlos. Im Gegenteil: Je knapper die Rohstoffe werden, je höher ist deren Wert, den wir ihnen zuschreiben. Was liegt also näher, diesen Weg weiter zu denken: Ideen, die aus Abfall Wertstoffe, vielleicht sogar Nährstoffe macht. L2C – Von Linear zu Circular beschreibt diese Thematik.

So eine Idee läßt sich umsetzen, wenn beim Design eines Produktes sowie bei dessen Herstellung, die Zukunft dieses Produktes über das Lebensende hinaus mitgedacht wird. Dieser kleine aber sehr entscheidende Schritt in unserem Denken hängt sehr von unserer Zielsetzung ab: Gewinnmaximierung versus Nutzenoptimierung. Diese Verschiebung des Schwerpunktes bedeutet stärker weg von der Effizienz, mehr hin zur Effektivität der Systemteile.

Das Konzept der zirkularen Wirtschaft (Kreislaufwirtschaft) wird als ein Konzept beschrieben, bei dem Produkte und die darin enthaltenen Materialien hoch wertgeschätzt werden. Dieses Produktions- und Verbrauchsmodell besteht aus zwei sich ergänzenden Kreisläufen: Einen für biologische Materialien (die von lebenden Organismen zersetzt werden können) und einen für technische Materialien (die von lebenden Organismen nicht zersetzt werden können). In beiden Fällen ist es das Ziel, Verluste von Ressourcen so weit wie möglich zu begrenzen.

In der Praxis bedeutet ‘Kreislaufwirtschaft’, daß Verschwendung auf ein Minimum reduziert wird: Wir kennen den LEAN Ansatz! Der hier diskutierte Denkansatz geht aber weit darüber hinaus. Es geht im Kern darum, das System zu Denken. Wenn ein Produkt das Ende seiner Lebensdauer erreicht, werden seine Materialien wo immer möglich in der Wirtschaft gehalten. Diese können immer wieder produktiv genutzt werden und so weitere Werte schaffen. Zu den Maßnahmen, die zu einer Kreislaufwirtschaft führen, gehören Wiederverwendung, Reparatur, Sanierung und das Recycling vorhandener Materialien und Produkte. Was früher als „Abfall“ betrachtet wurde kann in eine wertvolle Ressource verwandelt werden. Es gibt viele Beispiele von Unternehmen, die die Umsetzung des Konzepts auf spezifische Produkte in verschiedenen Sektoren bereits vorantreiben.

Potenzielle Möglichkeiten: Der Übergang zu einer stärker zirkularen Wirtschaft hat sowohl eine ökologische als auch eine ökonomische Komponente. Wichtig für uns als Industrienation sind:

• Geringere Umweltbelastung: Eine Kreislaufwirtschaft reduziert die Treibhausgasemissionen durch eine bessere Abfallwirtschaft erheblich, auch wird der geringere Verbrauch von Ressourcen (wie Energie, Wasser, Land und Materialien) in der Produktion positive Auswirkungen auf das Klima haben. Die Wiederverwendung großer Mengen Rohmaterialien könnten dazu beitragen, die Verunreinigung der Landschaft, der Lebensräume sowie der Meeresumwelt zu reduzieren.

• Erhöhte Sicherheit der Rohstoffversorgung: Eine Kreislaufwirtschaft würde die Risiken im Zusammenhang mit der Versorgung mit Rohstoffen, wie Preisschwankungen, Verfügbarkeit und Importabhängigkeit reduzieren.

• Gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit: Durch verbesserte Ressourceneffizienz könnte die Kreislaufwirtschaft Unternehmen wie Verbrauchern erhebliche Einsparungen bringen.

• Innovation: Eine zirkulare Wirtschaft könnte einen großen Innovationsschub über alle Sektoren hinweg auslösen, da sehr viele Materialien für alle möglichen Produkte der Wirtschaft angepasst bzw. umgestaltet werden müssten.

• Wachstum, Beschäftigung: Eine Kreislaufwirtschaft stärkt durch neue Geschäftsfelder das Wachstum und schafft neue Arbeitsplätze.

Auf den Punkt gebracht: Werte nutzen statt sie als Abfall zu entsorgen. Wir diskutieren im Rahmen des Spielesettings und mit Blick auf (unser) Unternehmen neue Ideen von Wirtschaft – der Kreislaufwirtschaft! Inhaltlich geht es darum, über vorhandene Geschäftsmodelle zu sprechen und Ideen für eine nachhaltigere Zukunft zu entwickeln. Wir wollen nicht 10% oder auch 30% weniger von irgendeiner Belastung zu einem vorgegebenen Zeitpunkt, es geht darum, das Alte wirklich neu zu denken, wir wollen radikal neue Ideen, um Wirtschaft, Prozesse, Produkte und Versorgung zukünftig nicht lediglich effizienter sondern ‚richtig‘ im Sinne von bester Qualität, langer Haltbarkeit und Nutzung oder gar Mehrfachnutzung zu machen.

Wenn Ideen nach diesem eher spielerischen Ansatz geboren werden, haben diese meist mit der effektiven Nutzung von Energie und von Ressourcen – also im wesentlichen von Rohstoffen – zu tun. Mehrfachnutzung, Recycling, Upcycling bringen Vorteile für die Umwelt, schaffen neue Geschäftsmodelle und neue Arbeitsplätze. Sie bringen auch Geld!

L2C Circle Thinking ist die fixe Grundlage, alle diese Zusammenhänge in der Gruppe zu diskutieren und gemeinsam Ansätze für das eigene Unternehmen anzuschauen. In Kürze wollen wir Veranstungen über das Internet anbieten. Da ist die Zielsetzung, dass wir in Gruppen deutschlandweit ins Gespräch kommen. Eine Sitzung wird ca. 90 Minuten dauern. Das Ergebnis werden Ideen sein, die wir ordnen und den Teilnehmern neu verknüpft zur Verfügung stellen. Für die Teilnehmer dieser Runden können das die jeweils  ersten Schritte sein, sich mit dem Kreislaufmodell weiter zu beschäftigen.

Alternativ stehen die Spielesets auch in physischer Form in der Box auf Abruf bereit. Ein Set wird 130 Euro + MwSt. (plus Porto) kosten und beinhaltet das Spielfeld im A1 Format, die 32 Themenkarten, die 60 Wertekarten sowie ein ausführliches Handbuch plus ein 90 ca. minütiges Einführungstraining über den Zoom Video Kanal. Ein e-book mit dem Titel 99xKreislaufwirtschaft mit Hintergrundinfos über die Zusammenhänge der Branchen, mit Chancen und Risiken der Umsetzung, mit vielen aktuellen Beispielen von bereits existierenden oder im Aufbau befindlichen Projekten (..gut auch für Ideen für die Zeit nach Corona!) steht demnächst zur Verfügung. Vorbestellungen nehmen wir gerne jetzt schon an. Preis: 18 Euro + 3 Euro Porto. Geplante Auslieferung der ersten Auflage: Ende Juli 2020.

Peter Käpernick, Emmendingen im April 2020

Strategie in Freiburg

Geschrieben von Peter Käpernick am in Allgemein

Guten Tag, liebe Freunde der Strategie
Vielen Dank nochmals für´s Erscheinen. Das war der letzte Strategieabend in Freiburg (P3 Werkstatt*) im Zeichen der „Spiele“ des Jahres 2019. Im nächsten Jahr werden wir uns wieder mehr der Mewes Strategie und dort besonders der Thematik des kollegialen „Live Coachings“ zu aktuellen Veränderungssituationen einer Person zuwenden. Hin und wieder besuchen wir Firmen des produzierenden Gewerbes und bieten damit ein Forum für Erfahrungsaustausch zu Anforderungen der Digitalisierung.

Die Erkenntnisse des Strategieabends kurz zusammengefasst:
1. Die Spielidee zeigt, dass Veranstalter über diesen Weg relativ schnell mit den Beteiligten ins Gespräch kommen.
2. Es ist sinnvoll, Spielfelder und Spielkarten – also Inhalte – an die jeweiligen Zielgruppen anzupassen. Mitmacher wollen abgeholt werden!
3. Als Veranstaltungsformat für Firmen könnte man 3 Stunden unter dem Titel „The Great Game of Business“ wählen.
• Ein Buch von Jack Stack beschreibt das Modell der „Open Books“ im Sinne von Verständnis und Transparenz der Geschäftsvorgänge
4. Der Mensch im System: Die Verantwortung für Entwicklung liegt bei den handelnden Personen (Führungskräfte, Angestellte).
• Die Beteiligten können eigene Zuständigkeiten nicht an die Gewerkschaft oder an die Politik delegieren.
• Zur besseren Orientierung ist es sinnvoll, gemeinsam in eine Richtung zu blicken: Das bietet das Spielfeld.
• Es gilt zu klären, was die Arbeitsgruppe unter Digitalisierung verstehen will: Zwischen „Tablet“ und „KI-Roboter“ liegen viele Wirklichkeiten!

Am Strategieabend haben wir das „Große Spiel einer Produktionsfirma“ auf Basis unserer Gamification „GO4Null“ gespielt und sind dabei recht fix ins Gespräch gekommen. Über nur zwei Leistungskennzahlen: Produktionskapazität und Auftragseingänge diskutierte das Führungsteam Möglichkeiten, die Modellfirma in ruhiges Fahrwasser zu bringen und damit zukunftsfähig aufzustellen. Es war der Abend der kleinen Schritte, um Neuland zu entdecken. Nicht die Radikalkur KI und Robotik waren angesagt, sondern eher die Sicherung von Arbeitsplätzen mit kleinen aber feinen Ergänzungen über Assistenzsysteme. Auch diese (halbautomatischen) Systeme lassen es zu, sich mit dem Geiste von Digitalisierungsprojekten zu beschäftigen. Aber Schritt für Schritt und in eher kleinen, bezahlbaren Prozessanpassungen.

Aufgrund der erspielten AktionsPakete wurden vom Führungsteam folgende Entscheidungen getroffen:
1. Zwei zusätzliche Arbeitsplätze mit Personal schaffen (..plus 8 units/Tag: Invest ca. 150.000 TE )
2. Alle Handmontageplätze bekommen eine elektronische Montagehilfe (CoBot) als Ergänzung spendiert (..plus 20 units/Tag: ca. 100.000 TE)
3. Das erhöht die Produktionskapa von 32 units/Tag auf 60 units/Tag. In der Summe von 7040 auf 13.200
• Die Absatzsituation im Geschäftsjahr von 6.100 plus der zusätzlich erspielten Menge von 5900 (Summe: 12.000) wird abgedeckt.
4. Weitere Maßnahmen liegen im Bereich „Training“ der Mitarbeiter
5. plus Senkung der Ausfallzeiten durch bessere Materialzufuhr (Logistik, Lager und Materialzuführung)
6. plus Verkürzung der Bearbeitungszeiten / Senkung der Fehlerquote durch Training und präzisere Arbeitsanweisungen
7. plus besseres Lagermanagement in Verbindung mit RFID Auszeichnung durch die Hersteller sowie das Scannen der angelieferten Ware
8. dadurch wird einerseits Platz gespart (Paletten können ohne Zwischenlager in den Bestand übernommen und eingelagert werden)
9. und andererseits ergibt sich automatisch eine bessere Anbindung einzelner Prozess-Schritte an vorhandene Software.
10. Intrexx macht´s möglich*: Ob nun eine Portallösung (Marketing: Kundenmanagement) oder die interne digitale Arbeitsplattform
• Mitarbeiter können Zusammenarbeit, Kommunikation und damit ihre Geschäftsprozesse durch den „Digital Workplace“ verbessern.
• Über die angedachten Lösungen und deren Konsequenzen (Chancen + Risiken) werden wir separat noch weiter diskutieren.

Fazit: Mit diesen eher kleinteiligen Maßnahmen wird die Kapazität der Produktion von 32 units/Tag auf 60 fast verdoppelt. Die Maßnahmen selber führen dann voraussichtlich zu einer Steigerung der Effizienz pro Arbeitsplatz auf eine Leistung von 7 (..statt 6) units/Tag. Wir würden also bei 70 Einheiten landen, das entspricht einer Gesamtleistung von 15.400 Einheiten pro Jahr. Immerhin: Die Arbeitsplätze sind gesichert und die Mitarbeiter haben Gelegenheit, sich den neuen Anforderungen besser anzupassen. Später können immer noch Automaten gekauft und betrieben werden. Dann hat die Belegschaft aber schon Erfahrungen sammeln können. Aus dem Digitalisierungsabenteuer wir so eine digitale Entdeckungsreise!

*) Wir bedanken uns herzlich bei David dafür, dass wir in den Räumen der P3 Werkstatt (FR Oltmannstr. 30) zu Gast sein durften!

**) Wir danken Max und Daniel von United Planet (Intrexx) für die Diskussionsbeiträge und damit für die bessere Durchdringung des Systems „TBF – Modellfirma“.

Emmendingen, den 21. November 2019 – wird fortgesetzt!

 

Mit GO4Null Innovation starten

Geschrieben von Peter Käpernick am in Allgemein

Strategietreffen

Vom 24. bis 26. Oktober waren die Strategisten des Bundesverbandes StrategieForum e.V. in Frankfurt in der re:mynd Eventlocation zum Strategietreffen Herbst 2019 zusammen gekommen. Im Rahmen eines BarCamp diskutierten über 50 Mitglieder und Gäste (Strategisten) über persönliche Entwicklungsschritte oder auch über spezielle Engpässe, die auf Lösungen warten. Peter Käpernick stellte in seiner Funktion als Regionalleiter in Freiburg seine Gamification GO4Null zur Diskussion. In der Gruppe sollte die Frage nach einer Vermarktungsstrategie geklärt werden. 

Der ‘kick-off-booster‘ für marktgerechte Innovationsergebnisse

Mit act.if GO4Null plus Simulation spielerisch den Einstieg in den digitalen Marktentwicklungsprozess starten.

Zur besseren Positionierung schlagen die Teilnehmer vor, die Spielebox als ‘kick-off-booster‘ – also als Einstiegsverstärker für Innovations- oder Enwicklungsprozesse zu sehen. Die so intensiv diskutierte ‘digitale Transformation‘ bietet die Chance, die Anforderungen von Unternehmen und Märkten neu zu bewerten. Darauf aufbauend sind neue Ideen für 1. Smarte Produkte, 2. Mensch und Maschine: Produktions- und Logistikbedingungen und 3. die Verknüpfung der Wertschöpfungskette mit modernster Kommunikationstechnik möglich.

Nach welchen Gesichtspunkten und mit welchen Prioritäten soll man aber vorgehen und welche inhaltlichen Kontexte müssen beachtet werden? Diese Fragen stellen sich im Verlauf der Gamification und wir beantworten sie in der Gruppe. Fundiert entscheiden: Mit Go4Null – TBF interaktive Fallstudie ist ein gemeinsamer Einblick, Durchblick und dann zwingend: Weitblick möglich.

Mit der neuen Version unserer Gamification wird Wert und Wirkung sichtbar. Als Ergebnis entsteht ein Modell für den Einstieg in die digitalen ‘Vier Punkt Null Welten‘. Viele praktische Beispiele lassen sich während der Diskussionen entfalten. Das ‘Digitale‘ mal einfach simulieren (vordenken) ist damit möglich. Ein Nachmittag, vier Schritte – und die Umsetzung kann starten. Aktuelle Termine unter www.strategie.net/Freiburg

 

 

Digitale Transformation

Geschrieben von Peter Käpernick am in Allgemein

Siegfried Zürn und Peter Käpernick moderieren das „Go4Null“ Konzept. In vier Schritten wandern Teams zu mehr Einblick. Durchblick. Weitblick. Über eine kurze Einstiegsphase (Video mit den Fakten) geht es zum Kennenlernsetting. Die Gamification vertieft das Wissen und führt zu neuen Beziehungen der Teilnehmer untereinander. Es folgt Phase 3 als Arbeitstakt. Mit Stift und Papier entstehen SWOT Analyse und ein erstes Konzept für ein mögliches Vorgehen. Die Ideen münden dann in Phase 4 in einen softwaregestützen Modellentwurf. In diesem werden die Stellhebel sichtbar, die das Geschäftsmodell (..die Unternehmung) ausmachen. Die Abhängigkeiten, Werte und Wirkungen werden deutlich. Über diese Modellierung identifizieren die Teams die Stellhebel über die das ‘System Firma‘ gesteuert werden kann. 

Als Moderatoren führen wir durch die Veranstaltung – gemeinsam diskutieren wir Wege zu den neuen digitalen Welten. Generelles Ziel ist es, einen Prozess anzustoßen, den wir „Geschäftsentwicklung mit Lust + Laune“ nennen. Im Kern geht es darum, im Geschäft zu bleiben: Persönlich, aber auch mit der Unternehmung für die wir arbeiten! Wir beantworten die Frage, wie das in einer digitalisierten Welt funktioniert. Unser Fokus richtet sich auf die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen und Mitarbeitern in Zeiten der digitalen Transformation. Konzepte dieser Art wurden durch Mitarbeiter mittelständischer Firmen sowie Studenten der Hochschule Esslingen (Fakultät) entwickelt und flossen in die Gestaltung des Settings ein. Unterstützt werden wir durch die Firma iCONDU GmbH und dem Netzwerk der Systemdenker. Wir arbeiten auf Basis der strategischen Denkansätze von Prof. Wolfgang Mewes (Mewes Strategie).   

Die Veranstaltungen finden im Arkana Forum im Hause der Firma inomed GmbH in 79312 Emmendingen, im Hausgrün 29 statt. Die Termine finden Sie unter der Rubrik ‘Veranstaltungen‘. Sie können mich auch direkt unter 0172 7631022 anrufen.

Enterprise Vier Punkt Null

Geschrieben von Peter Käpernick am in Allgemein

Strategieabend am 8. März 2018 in den Räumen der Firma Contempo (Freiburg). Es haben 12 Teilnehmer ‘mitgespielt‘. 

Die Geschichte: Erik Spieß hat die Firma TBF mit 5 Kollegen vor einigen Jahren gegründet. Man produziert Hygienelüfter für Krankenhäuser. Monika Rossi (40) hat zwei Kinder und lebt vom Mann getrennt. Sie montiert in der großen Halle Bauteile der Lüfter. Ihre Angst: Sie könnte am Ende einer Reorganisation ohne Job dastehen.

Die Digitalisierung und deren Folgen für die analogen Arbeitsplätze werden im Kollegenkreis diskutiert. Rein rechnerisch kann jeder Arbeitsplatz 4 Lüfter pro Tag produzieren. 100% Auslastung würden 8800 Stück pro Jahr bedeuten. Verkauft werden derzeit 6300 Stück. Der Umsatz kommt bei 5 Mio Euro heraus. Die Auslastung liegt bei 70%. Die Firma beschäftigt 20 Mitarbeiter. Ein Trend ist feststellbar: Die Nachfrage steigt! Was also ist zu tun?

Oben im Konferenzzimmer der TBF findet sich das Führungsteam ein. Einige im Raum sind davon überzeugt, dass die Firma auf eine digitalisierte Fertigung abheben sollte. Zumal zwei neue Kunden mit großen Aufträgen winken. Damit könnte sich der Absatz verdreifachen. Und in diesem Zusammenhang unterstreicht Erik: ‘Handarbeit sei nun wirklich nicht mehr zeitgemäß!‘

Wie diese Diskussion ausgeht, wird mit den anwesenden Teilnehmern in der Planspielumgebung simuliert. Fließband, Roboter – wen ja, welche? Software: Ein Angebot ohne Ende. Halten die Lösungen, was die Verkäufer versprechen? Wer kann das prüfen?

Mit dieser Simulation beschäftigen sich die Mitspieler mit den aktuellen Themen der Vier Punkt Null Welten. Es geht insbesondere um die Auswirkungen der digitalen Transformation auf das Unternehmen und auf die dort beschäftigten Mitarbeiter. 

Bildfolge:

  1. Die TN erwürfeln Stückzahlen und damit den Umsatz, Mitarbeiter und Kompetenzen. Im Hintergrund: Spieleentwickler Peter Käpernick
  2. Das Spielfeld
  3. Reza aus dem Iran: Er macht den entscheidenden Zug – war früher Manager bei einer Autofirma nahe der Hauptstadt. Eine Bewerbung läuft bei Trumpf in Ditzingen. 
  4. Die Firma TBF in der ‘analogen‘ Ausgangslage.
  5. Moderator: Prof. Dr. Siegfried Zürn von der HS in Esslingen

Big Data

Geschrieben von Peter Käpernick am in Allgemein

Leben und Arbeiten in Zeiten der digitalen Transformation

Psychometrie beschreibt, wie aus Daten der Netzwerke einpsychologisches Profil von Menschen entworfen werden kann und wie daraus ihr sozialer und ökonomischer Status rekonstruiert werden kann. Dazu reichen lediglich ca. 50 Informationen aus, die sehr leicht aus den digitalen Netzwerken (Facebook) abgegriffen werden können. 

Microtargeting kann so zielgenau jede einzelne Person ansprechen: Personenbezogene Argumentation inklusive! So werden in Amerika, aber auch in Deutschland Wähler manipuliert, so können auch Käufer beeinflusst werden. Die Kompetenz, die sich Nutzer jetzt aneignen müssen, heißt ‚Informationsbewertung‘. Wir haben neue Spielregeln.

Die Digitalisierung zwingt uns, unser Verhalten zu hinterfragen. Große Mengen von Bedarfsgruppen mit der Gießkann bedienen zu wollen, macht immer weniger Sinn. Die Streuverluste sind hoch. Günstiger und ressourcenschonender produziert und distribuiert man soziodemografisch und geografisch zielgenau. Da sich Digitalisierung nicht langsam und kumulativ entwickelt, sondern ziemlich unvorhergesehen neue Situationen produziert, scheint es ratsam, dass die Beteiligten anfangen, sich mit der Thematik zu beschäftigen. 

So kommen in unregelmäßigen Abständen die Mitglieder der Gesellschaft für Planspiele (SAGSAGA) zu ihren Netzwerktreffen zusammen. Die Tagung fand diesmal in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung Anfang Februar 2018 in Tutzing statt. Industrie 4.0; Arbeiten 4.0; Bildung 4.0; Leben 4.0; Die Digitalisierung verändert unsere Lebens- und Arbeitswelt drastisch. Berufsgruppen, Geschäftszweige fallen weg, immer mehr digitale Elemente bestimmen unseren Alltag. Rund 80Teilnehmer sind in den bereitgestellten Experimentierräumen unterwegs. Lernspiele und Simulationsmöglichkeiten stehen zur Verfügung. Der aktive Austausch von Erfahrungen hilft, dass sich Inhaber oder die Mitarbeiter kleinerer mittelständischer Unternehmen möglichst unkompliziert und anwendungsfreundlich mit der Digitalisierung und ihren Folgen beschäftigen können. Über Dialog und Simulation ist es eine Zielsetzung, für das eigene Unternehmen, für die persönliche Karriere die passende Digitalstrategie zu entwickeln. Prof. Dr. Siegfried Zürn und Peter Käpernick (act.if group) moderierten die Workshops. Siehe aus hierzu die Angebote unter www.Strategie.net (StrategieForum e.V.) und in den StrategieCentren vor Ort in den Regionen (www.StrategieCentrum-Oberrhein.de).   

   

Führungselite ratlos?

Geschrieben von Peter Käpernick am in Allgemein

Technisch globale Elite gegen lokale Frustrierte?

In Davos treffen sich einmal im Jahr die Unternehmenslenker der Welt. Die technisch globale Elite sorgt sich: Um sich selbst! Es steht im Raum, dass die zu erwartende Fortschrittsdividende der Digitalisierung zu wenigen vom Rest der Welt zugutekommen wird. Mit anderen Worten, die Schere arm zu reich wird sich weiter öffnen!  

Welche Strategien sind geeignet, dieser Abkopplung zu entkommen?  Es ist wohl die, durch rechtzeitige Beschäftigung mit der Thematik zu erkennen, welche Engpässe (…und damit welche Lerninhalte!) für jeden Beschäftigten – aber auch für jeden mittelständischen Unternehmer – für eine gute persönliche Zukunft ausschlaggebend sein werden. 

Damit dies schnell und komplikationslos gelingt haben einige ausländische Studenten im Rahmen ihrer Weiterbildung eine Gamification (..ein Planspiel) ausprobiert. Das Vier Null Welten Spiel simuliert ein kleines Unternehmen das Spezialluftreiniger herstellt.  Mit 20 Mitarbeitern erwirtschaftet man 5 Mio Umsatz. Vom digitalen Reifegrad her gesehen, befindet sich die Firma auf Stufe 1 ‚Beginner‘. Da ist also viel Potenzial nach oben.

Mit dem Planspiel, dass auf Basis des engpass-strategischen Ansatzes vom Kybernetiker Prof. Wolfgang Mewes konzipiert wurde, lassen sich schnell die Knackpunkte aber auch Lösungsmöglichkeiten für komplexe Probleme erkennen. Georg Rohde – Präsident der Wolfgang Mewes Stiftung – unterstützt dieses Projekt mit großem Engagement und sagt: „Im Kontext der Digitalisierung befinden wir uns nun im Zeitalter der zeitgleichen (..in Echtzeit funktionierenden) Informationsgesellschaft. Alles ist vernetzt. Das in einem Planspiel darzustellen ist einfach…genial!“ 

Die Studies der Hochschule Esslingen spielen in drei Blöcken (1,5 Tage) durch, wie das vorhandene Setting der Unternehmung aussieht und wie es nach Diskussion und vorgenommenen Verbesserungen zukunftsfähig gemacht werden kann. Dieses Vorgehen ist kurzweilig, interessant und bringt persönliche Erkenntnisse. Die neue Fabrik wird ja ‘in echt‘ – als Modell – tatsächlich gebaut. Jeder Teilnehmer hat am Bau dieser modernen Fabrik (Smart Factory) mitgewirkt und kann sich fragen: Welche der digitalen Zusammenhänge und Themen ihn selber betreffen und was getan werden muss, um rechtzeitig mit den eignen Kenntnissen ‘up to date‘ zu sein. So wie die Studenten diesen Input als Grundlage für die geplanten Masterarbeiten verwenden, kann jeder Unternehmer, jeder Selbstständige und jede angestellte Person diese Erkenntnisse für eine angestrebte gute Zukunft einsetzen. Versprochen! 

PS: Viele Teams lassen das Modell stehen und beobachten den Fortschritt, ergänzen oder verändern Bauteile. Sie machen damit ‚Erfolg‘ für alle Beteiligten sichtbar. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Uraufführung

Geschrieben von Peter Käpernick am in Allgemein

Test! Test! Test!

In Rottweil, am Fuße des 246 Meter hohen Testturmes von ThyssenKrupp, ist auch das Studienzentrum der Hochschule Furtwangen University (HFU) zu Hause. Dort spielen interessierte Teilnehmer ihre Vorstellungen der Vier Punkt Null Welten durch. Sie können das sehr realitätsnah mit richtigen Robotern tun, oder, in Vorbereitung solcher praktischen Anwendungen, erst einmal rein virtuell mit Hilfe unserer Gamification ‚Enterprise 4.0‘ – um dieses Planspiel geht es am 29. November 2017 bei dessen Uraufführung. 

Es geht darum, die Ausgangslage einer virtuellen Firma mit deren Produkten zu bestimmen und letztlich unter dem Vier Null Aspekt so zu verbessern, dass sie in der Zukunft im Markt bestehen kann. Ein Zwischenziel auf dem langen Weg zu einer erfolgreichen Digitalisierung ist die Feststellung eines realistischen Reifegrades der betrachteten Firma. 

Im Anschluss daran überlegen die Teilnehmer, welche Maßnahmen für die positive Entwicklung der virtuellen Firma nötig sind. Diese im Prozess gewonnenen Erkenntnisse werden konzeptionell festgehalten und können als Basis für erste Umsetzungsschritte in der eigenen Firma dienen. Der Aufwand für diese Art von Simulation ist vergleichsweise gering. Verwertbare Ergebnisse kann man mit diesem Gruppen-Ansatz in anderthalb Tagen erarbeiten. Wir spielen entweder mit Vertretern verschiedener Firmen an einem neutralen Ort oder wir kommen in die Unternehmen und klären entsprechende Fragestellungen mit den Beteiligten der Firma. Bitte Fragen Sie uns, wir machen Ihnen dann einen geeigneten Vorschlag! Peter Käpernick (Projektleiter) im Dezember 2017