Strategie in Freiburg

Geschrieben von Peter Käpernick am in Allgemein

Guten Tag, liebe Freunde der Strategie
Vielen Dank nochmals für´s Erscheinen. Das war der letzte Strategieabend in Freiburg (P3 Werkstatt*) im Zeichen der „Spiele“ des Jahres 2019. Im nächsten Jahr werden wir uns wieder mehr der Mewes Strategie und dort besonders der Thematik des kollegialen „Live Coachings“ zu aktuellen Veränderungssituationen einer Person zuwenden. Hin und wieder besuchen wir Firmen des produzierenden Gewerbes und bieten damit ein Forum für Erfahrungsaustausch zu Anforderungen der Digitalisierung.

Die Erkenntnisse des Strategieabends kurz zusammengefasst:
1. Die Spielidee zeigt, dass Veranstalter über diesen Weg relativ schnell mit den Beteiligten ins Gespräch kommen.
2. Es ist sinnvoll, Spielfelder und Spielkarten – also Inhalte – an die jeweiligen Zielgruppen anzupassen. Mitmacher wollen abgeholt werden!
3. Als Veranstaltungsformat für Firmen könnte man 3 Stunden unter dem Titel „The Great Game of Business“ wählen.
• Ein Buch von Jack Stack beschreibt das Modell der „Open Books“ im Sinne von Verständnis und Transparenz der Geschäftsvorgänge
4. Der Mensch im System: Die Verantwortung für Entwicklung liegt bei den handelnden Personen (Führungskräfte, Angestellte).
• Die Beteiligten können eigene Zuständigkeiten nicht an die Gewerkschaft oder an die Politik delegieren.
• Zur besseren Orientierung ist es sinnvoll, gemeinsam in eine Richtung zu blicken: Das bietet das Spielfeld.
• Es gilt zu klären, was die Arbeitsgruppe unter Digitalisierung verstehen will: Zwischen „Tablet“ und „KI-Roboter“ liegen viele Wirklichkeiten!

Am Strategieabend haben wir das „Große Spiel einer Produktionsfirma“ auf Basis unserer Gamification „GO4Null“ gespielt und sind dabei recht fix ins Gespräch gekommen. Über nur zwei Leistungskennzahlen: Produktionskapazität und Auftragseingänge diskutierte das Führungsteam Möglichkeiten, die Modellfirma in ruhiges Fahrwasser zu bringen und damit zukunftsfähig aufzustellen. Es war der Abend der kleinen Schritte, um Neuland zu entdecken. Nicht die Radikalkur KI und Robotik waren angesagt, sondern eher die Sicherung von Arbeitsplätzen mit kleinen aber feinen Ergänzungen über Assistenzsysteme. Auch diese (halbautomatischen) Systeme lassen es zu, sich mit dem Geiste von Digitalisierungsprojekten zu beschäftigen. Aber Schritt für Schritt und in eher kleinen, bezahlbaren Prozessanpassungen.

Aufgrund der erspielten AktionsPakete wurden vom Führungsteam folgende Entscheidungen getroffen:
1. Zwei zusätzliche Arbeitsplätze mit Personal schaffen (..plus 8 units/Tag: Invest ca. 150.000 TE )
2. Alle Handmontageplätze bekommen eine elektronische Montagehilfe (CoBot) als Ergänzung spendiert (..plus 20 units/Tag: ca. 100.000 TE)
3. Das erhöht die Produktionskapa von 32 units/Tag auf 60 units/Tag. In der Summe von 7040 auf 13.200
• Die Absatzsituation im Geschäftsjahr von 6.100 plus der zusätzlich erspielten Menge von 5900 (Summe: 12.000) wird abgedeckt.
4. Weitere Maßnahmen liegen im Bereich „Training“ der Mitarbeiter
5. plus Senkung der Ausfallzeiten durch bessere Materialzufuhr (Logistik, Lager und Materialzuführung)
6. plus Verkürzung der Bearbeitungszeiten / Senkung der Fehlerquote durch Training und präzisere Arbeitsanweisungen
7. plus besseres Lagermanagement in Verbindung mit RFID Auszeichnung durch die Hersteller sowie das Scannen der angelieferten Ware
8. dadurch wird einerseits Platz gespart (Paletten können ohne Zwischenlager in den Bestand übernommen und eingelagert werden)
9. und andererseits ergibt sich automatisch eine bessere Anbindung einzelner Prozess-Schritte an vorhandene Software.
10. Intrexx macht´s möglich*: Ob nun eine Portallösung (Marketing: Kundenmanagement) oder die interne digitale Arbeitsplattform
• Mitarbeiter können Zusammenarbeit, Kommunikation und damit ihre Geschäftsprozesse durch den „Digital Workplace“ verbessern.
• Über die angedachten Lösungen und deren Konsequenzen (Chancen + Risiken) werden wir separat noch weiter diskutieren.

Fazit: Mit diesen eher kleinteiligen Maßnahmen wird die Kapazität der Produktion von 32 units/Tag auf 60 fast verdoppelt. Die Maßnahmen selber führen dann voraussichtlich zu einer Steigerung der Effizienz pro Arbeitsplatz auf eine Leistung von 7 (..statt 6) units/Tag. Wir würden also bei 70 Einheiten landen, das entspricht einer Gesamtleistung von 15.400 Einheiten pro Jahr. Immerhin: Die Arbeitsplätze sind gesichert und die Mitarbeiter haben Gelegenheit, sich den neuen Anforderungen besser anzupassen. Später können immer noch Automaten gekauft und betrieben werden. Dann hat die Belegschaft aber schon Erfahrungen sammeln können. Aus dem Digitalisierungsabenteuer wir so eine digitale Entdeckungsreise!

*) Wir bedanken uns herzlich bei David dafür, dass wir in den Räumen der P3 Werkstatt (FR Oltmannstr. 30) zu Gast sein durften!

**) Wir danken Max und Daniel von United Planet (Intrexx) für die Diskussionsbeiträge und damit für die bessere Durchdringung des Systems „TBF – Modellfirma“.

Emmendingen, den 21. November 2019 – wird fortgesetzt!

 

Mit GO4Null Innovation starten

Geschrieben von Peter Käpernick am in Allgemein

Strategietreffen

Vom 24. bis 26. Oktober waren die Strategisten des Bundesverbandes StrategieForum e.V. in Frankfurt in der re:mynd Eventlocation zum Strategietreffen Herbst 2019 zusammen gekommen. Im Rahmen eines BarCamp diskutierten über 50 Mitglieder und Gäste (Strategisten) über persönliche Entwicklungsschritte oder auch über spezielle Engpässe, die auf Lösungen warten. Peter Käpernick stellte in seiner Funktion als Regionalleiter in Freiburg seine Gamification GO4Null zur Diskussion. In der Gruppe sollte die Frage nach einer Vermarktungsstrategie geklärt werden. 

Der ‘kick-off-booster‘ für marktgerechte Innovationsergebnisse

Mit act.if GO4Null plus Simulation spielerisch den Einstieg in den digitalen Marktentwicklungsprozess starten.

Zur besseren Positionierung schlagen die Teilnehmer vor, die Spielebox als ‘kick-off-booster‘ – also als Einstiegsverstärker für Innovations- oder Enwicklungsprozesse zu sehen. Die so intensiv diskutierte ‘digitale Transformation‘ bietet die Chance, die Anforderungen von Unternehmen und Märkten neu zu bewerten. Darauf aufbauend sind neue Ideen für 1. Smarte Produkte, 2. Mensch und Maschine: Produktions- und Logistikbedingungen und 3. die Verknüpfung der Wertschöpfungskette mit modernster Kommunikationstechnik möglich.

Nach welchen Gesichtspunkten und mit welchen Prioritäten soll man aber vorgehen und welche inhaltlichen Kontexte müssen beachtet werden? Diese Fragen stellen sich im Verlauf der Gamification und wir beantworten sie in der Gruppe. Fundiert entscheiden: Mit Go4Null – TBF interaktive Fallstudie ist ein gemeinsamer Einblick, Durchblick und dann zwingend: Weitblick möglich.

Mit der neuen Version unserer Gamification wird Wert und Wirkung sichtbar. Als Ergebnis entsteht ein Modell für den Einstieg in die digitalen ‘Vier Punkt Null Welten‘. Viele praktische Beispiele lassen sich während der Diskussionen entfalten. Das ‘Digitale‘ mal einfach simulieren (vordenken) ist damit möglich. Ein Nachmittag, vier Schritte – und die Umsetzung kann starten. Aktuelle Termine unter www.strategie.net/Freiburg

 

 

Digitale Transformation

Geschrieben von Peter Käpernick am in Allgemein

Siegfried Zürn und Peter Käpernick moderieren das „Go4Null“ Konzept. In vier Schritten wandern Teams zu mehr Einblick. Durchblick. Weitblick. Über eine kurze Einstiegsphase (Video mit den Fakten) geht es zum Kennenlernsetting. Die Gamification vertieft das Wissen und führt zu neuen Beziehungen der Teilnehmer untereinander. Es folgt Phase 3 als Arbeitstakt. Mit Stift und Papier entstehen SWOT Analyse und ein erstes Konzept für ein mögliches Vorgehen. Die Ideen münden dann in Phase 4 in einen softwaregestützen Modellentwurf. In diesem werden die Stellhebel sichtbar, die das Geschäftsmodell (..die Unternehmung) ausmachen. Die Abhängigkeiten, Werte und Wirkungen werden deutlich. Über diese Modellierung identifizieren die Teams die Stellhebel über die das ‘System Firma‘ gesteuert werden kann. 

Als Moderatoren führen wir durch die Veranstaltung – gemeinsam diskutieren wir Wege zu den neuen digitalen Welten. Generelles Ziel ist es, einen Prozess anzustoßen, den wir „Geschäftsentwicklung mit Lust + Laune“ nennen. Im Kern geht es darum, im Geschäft zu bleiben: Persönlich, aber auch mit der Unternehmung für die wir arbeiten! Wir beantworten die Frage, wie das in einer digitalisierten Welt funktioniert. Unser Fokus richtet sich auf die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen und Mitarbeitern in Zeiten der digitalen Transformation. Konzepte dieser Art wurden durch Mitarbeiter mittelständischer Firmen sowie Studenten der Hochschule Esslingen (Fakultät) entwickelt und flossen in die Gestaltung des Settings ein. Unterstützt werden wir durch die Firma iCONDU GmbH und dem Netzwerk der Systemdenker. Wir arbeiten auf Basis der strategischen Denkansätze von Prof. Wolfgang Mewes (Mewes Strategie).   

Die Veranstaltungen finden im Arkana Forum im Hause der Firma inomed GmbH in 79312 Emmendingen, im Hausgrün 29 statt. Die Termine finden Sie unter der Rubrik ‘Veranstaltungen‘. Sie können mich auch direkt unter 0172 7631022 anrufen.

Enterprise Vier Punkt Null

Geschrieben von Peter Käpernick am in Allgemein

Strategieabend am 8. März 2018 in den Räumen der Firma Contempo (Freiburg). Es haben 12 Teilnehmer ‘mitgespielt‘. 

Die Geschichte: Erik Spieß hat die Firma TBF mit 5 Kollegen vor einigen Jahren gegründet. Man produziert Hygienelüfter für Krankenhäuser. Monika Rossi (40) hat zwei Kinder und lebt vom Mann getrennt. Sie montiert in der großen Halle Bauteile der Lüfter. Ihre Angst: Sie könnte am Ende einer Reorganisation ohne Job dastehen.

Die Digitalisierung und deren Folgen für die analogen Arbeitsplätze werden im Kollegenkreis diskutiert. Rein rechnerisch kann jeder Arbeitsplatz 4 Lüfter pro Tag produzieren. 100% Auslastung würden 8800 Stück pro Jahr bedeuten. Verkauft werden derzeit 6300 Stück. Der Umsatz kommt bei 5 Mio Euro heraus. Die Auslastung liegt bei 70%. Die Firma beschäftigt 20 Mitarbeiter. Ein Trend ist feststellbar: Die Nachfrage steigt! Was also ist zu tun?

Oben im Konferenzzimmer der TBF findet sich das Führungsteam ein. Einige im Raum sind davon überzeugt, dass die Firma auf eine digitalisierte Fertigung abheben sollte. Zumal zwei neue Kunden mit großen Aufträgen winken. Damit könnte sich der Absatz verdreifachen. Und in diesem Zusammenhang unterstreicht Erik: ‘Handarbeit sei nun wirklich nicht mehr zeitgemäß!‘

Wie diese Diskussion ausgeht, wird mit den anwesenden Teilnehmern in der Planspielumgebung simuliert. Fließband, Roboter – wen ja, welche? Software: Ein Angebot ohne Ende. Halten die Lösungen, was die Verkäufer versprechen? Wer kann das prüfen?

Mit dieser Simulation beschäftigen sich die Mitspieler mit den aktuellen Themen der Vier Punkt Null Welten. Es geht insbesondere um die Auswirkungen der digitalen Transformation auf das Unternehmen und auf die dort beschäftigten Mitarbeiter. 

Bildfolge:

  1. Die TN erwürfeln Stückzahlen und damit den Umsatz, Mitarbeiter und Kompetenzen. Im Hintergrund: Spieleentwickler Peter Käpernick
  2. Das Spielfeld
  3. Reza aus dem Iran: Er macht den entscheidenden Zug – war früher Manager bei einer Autofirma nahe der Hauptstadt. Eine Bewerbung läuft bei Trumpf in Ditzingen. 
  4. Die Firma TBF in der ‘analogen‘ Ausgangslage.
  5. Moderator: Prof. Dr. Siegfried Zürn von der HS in Esslingen

Big Data

Geschrieben von Peter Käpernick am in Allgemein

Leben und Arbeiten in Zeiten der digitalen Transformation

Psychometrie beschreibt, wie aus Daten der Netzwerke einpsychologisches Profil von Menschen entworfen werden kann und wie daraus ihr sozialer und ökonomischer Status rekonstruiert werden kann. Dazu reichen lediglich ca. 50 Informationen aus, die sehr leicht aus den digitalen Netzwerken (Facebook) abgegriffen werden können. 

Microtargeting kann so zielgenau jede einzelne Person ansprechen: Personenbezogene Argumentation inklusive! So werden in Amerika, aber auch in Deutschland Wähler manipuliert, so können auch Käufer beeinflusst werden. Die Kompetenz, die sich Nutzer jetzt aneignen müssen, heißt ‚Informationsbewertung‘. Wir haben neue Spielregeln.

Die Digitalisierung zwingt uns, unser Verhalten zu hinterfragen. Große Mengen von Bedarfsgruppen mit der Gießkann bedienen zu wollen, macht immer weniger Sinn. Die Streuverluste sind hoch. Günstiger und ressourcenschonender produziert und distribuiert man soziodemografisch und geografisch zielgenau. Da sich Digitalisierung nicht langsam und kumulativ entwickelt, sondern ziemlich unvorhergesehen neue Situationen produziert, scheint es ratsam, dass die Beteiligten anfangen, sich mit der Thematik zu beschäftigen. 

So kommen in unregelmäßigen Abständen die Mitglieder der Gesellschaft für Planspiele (SAGSAGA) zu ihren Netzwerktreffen zusammen. Die Tagung fand diesmal in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung Anfang Februar 2018 in Tutzing statt. Industrie 4.0; Arbeiten 4.0; Bildung 4.0; Leben 4.0; Die Digitalisierung verändert unsere Lebens- und Arbeitswelt drastisch. Berufsgruppen, Geschäftszweige fallen weg, immer mehr digitale Elemente bestimmen unseren Alltag. Rund 80Teilnehmer sind in den bereitgestellten Experimentierräumen unterwegs. Lernspiele und Simulationsmöglichkeiten stehen zur Verfügung. Der aktive Austausch von Erfahrungen hilft, dass sich Inhaber oder die Mitarbeiter kleinerer mittelständischer Unternehmen möglichst unkompliziert und anwendungsfreundlich mit der Digitalisierung und ihren Folgen beschäftigen können. Über Dialog und Simulation ist es eine Zielsetzung, für das eigene Unternehmen, für die persönliche Karriere die passende Digitalstrategie zu entwickeln. Prof. Dr. Siegfried Zürn und Peter Käpernick (act.if group) moderierten die Workshops. Siehe aus hierzu die Angebote unter www.Strategie.net (StrategieForum e.V.) und in den StrategieCentren vor Ort in den Regionen (www.StrategieCentrum-Oberrhein.de).   

   

Führungselite ratlos?

Geschrieben von Peter Käpernick am in Allgemein

Technisch globale Elite gegen lokale Frustrierte?

In Davos treffen sich einmal im Jahr die Unternehmenslenker der Welt. Die technisch globale Elite sorgt sich: Um sich selbst! Es steht im Raum, dass die zu erwartende Fortschrittsdividende der Digitalisierung zu wenigen vom Rest der Welt zugutekommen wird. Mit anderen Worten, die Schere arm zu reich wird sich weiter öffnen!  

Welche Strategien sind geeignet, dieser Abkopplung zu entkommen?  Es ist wohl die, durch rechtzeitige Beschäftigung mit der Thematik zu erkennen, welche Engpässe (…und damit welche Lerninhalte!) für jeden Beschäftigten – aber auch für jeden mittelständischen Unternehmer – für eine gute persönliche Zukunft ausschlaggebend sein werden. 

Damit dies schnell und komplikationslos gelingt haben einige ausländische Studenten im Rahmen ihrer Weiterbildung eine Gamification (..ein Planspiel) ausprobiert. Das Vier Null Welten Spiel simuliert ein kleines Unternehmen das Spezialluftreiniger herstellt.  Mit 20 Mitarbeitern erwirtschaftet man 5 Mio Umsatz. Vom digitalen Reifegrad her gesehen, befindet sich die Firma auf Stufe 1 ‚Beginner‘. Da ist also viel Potenzial nach oben.

Mit dem Planspiel, dass auf Basis des engpass-strategischen Ansatzes vom Kybernetiker Prof. Wolfgang Mewes konzipiert wurde, lassen sich schnell die Knackpunkte aber auch Lösungsmöglichkeiten für komplexe Probleme erkennen. Georg Rohde – Präsident der Wolfgang Mewes Stiftung – unterstützt dieses Projekt mit großem Engagement und sagt: „Im Kontext der Digitalisierung befinden wir uns nun im Zeitalter der zeitgleichen (..in Echtzeit funktionierenden) Informationsgesellschaft. Alles ist vernetzt. Das in einem Planspiel darzustellen ist einfach…genial!“ 

Die Studies der Hochschule Esslingen spielen in drei Blöcken (1,5 Tage) durch, wie das vorhandene Setting der Unternehmung aussieht und wie es nach Diskussion und vorgenommenen Verbesserungen zukunftsfähig gemacht werden kann. Dieses Vorgehen ist kurzweilig, interessant und bringt persönliche Erkenntnisse. Die neue Fabrik wird ja ‘in echt‘ – als Modell – tatsächlich gebaut. Jeder Teilnehmer hat am Bau dieser modernen Fabrik (Smart Factory) mitgewirkt und kann sich fragen: Welche der digitalen Zusammenhänge und Themen ihn selber betreffen und was getan werden muss, um rechtzeitig mit den eignen Kenntnissen ‘up to date‘ zu sein. So wie die Studenten diesen Input als Grundlage für die geplanten Masterarbeiten verwenden, kann jeder Unternehmer, jeder Selbstständige und jede angestellte Person diese Erkenntnisse für eine angestrebte gute Zukunft einsetzen. Versprochen! 

PS: Viele Teams lassen das Modell stehen und beobachten den Fortschritt, ergänzen oder verändern Bauteile. Sie machen damit ‚Erfolg‘ für alle Beteiligten sichtbar. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Uraufführung

Geschrieben von Peter Käpernick am in Allgemein

Test! Test! Test!

In Rottweil, am Fuße des 246 Meter hohen Testturmes von ThyssenKrupp, ist auch das Studienzentrum der Hochschule Furtwangen University (HFU) zu Hause. Dort spielen interessierte Teilnehmer ihre Vorstellungen der Vier Punkt Null Welten durch. Sie können das sehr realitätsnah mit richtigen Robotern tun, oder, in Vorbereitung solcher praktischen Anwendungen, erst einmal rein virtuell mit Hilfe unserer Gamification ‚Enterprise 4.0‘ – um dieses Planspiel geht es am 29. November 2017 bei dessen Uraufführung. 

Es geht darum, die Ausgangslage einer virtuellen Firma mit deren Produkten zu bestimmen und letztlich unter dem Vier Null Aspekt so zu verbessern, dass sie in der Zukunft im Markt bestehen kann. Ein Zwischenziel auf dem langen Weg zu einer erfolgreichen Digitalisierung ist die Feststellung eines realistischen Reifegrades der betrachteten Firma. 

Im Anschluss daran überlegen die Teilnehmer, welche Maßnahmen für die positive Entwicklung der virtuellen Firma nötig sind. Diese im Prozess gewonnenen Erkenntnisse werden konzeptionell festgehalten und können als Basis für erste Umsetzungsschritte in der eigenen Firma dienen. Der Aufwand für diese Art von Simulation ist vergleichsweise gering. Verwertbare Ergebnisse kann man mit diesem Gruppen-Ansatz in anderthalb Tagen erarbeiten. Wir spielen entweder mit Vertretern verschiedener Firmen an einem neutralen Ort oder wir kommen in die Unternehmen und klären entsprechende Fragestellungen mit den Beteiligten der Firma. Bitte Fragen Sie uns, wir machen Ihnen dann einen geeigneten Vorschlag! Peter Käpernick (Projektleiter) im Dezember 2017

Fachforumsmitglieder vor Ort

Geschrieben von Peter Käpernick am in Allgemein

Das Fachforum Integration, Leben + Arbeit: Wir besuchen am 15. November das Bauinfozentrum Bizzz in Gutenbach. Dort treffen wir den Architekten Klaus Wehrle. Die Team-Strategen hatten Gelegenheit, sich und  ihre Stärken zu präsentieren. Die Kandidaten sind Bauingenieure und Architekten – meist aus Syrien – haben eine abgeschlossene Berufsausbildung plus einen in Deutschland anerkannten Titel. Alle dürfen hier bleiben und arbeiten. An dieser Stelle kommt die spannende Frage ins Spiel: Ist der berechtigte Wunsch nach Integration erfüllbar oder bleiben die Inhalte der Reden von Politikern in den TV Diskussionen nur leere Versprechungen? Wer hilft wirklich weiter? 

Das Fachforum wird von der Wolfgang Mewes Stiftung aber auch von verschiedenen Verbänden und Bildungseinrichtungen unterstützt. Wir diskutieren in wöchentlichen und monatlichen Treffen die aktuelle Situation und beschäftigen uns mit den Talenten der Teilnehmer, um diese Experten in Absprache mit geeigneten Arbeitgebern sofort einsetzen zu können oder nach Vervollständigung (…über eine Einstiegs-Qualifikation) dann einer geregelten Arbeit zuzuführen. Zu diesem Zweck üben wir Kurzvorstellungen (Elevator Pitch). Wir spielen Bewerbungssequenzen durch und diskutieren über die Begriffe Prioritäten, Entscheidungsfindung und Commitment. 

Eine weitere Besonderheit im Angebot unserer Gruppe liegt darin, Mitglieder zu regulären Geschäftsmeetings mit zu nehmen. So begleitet mich Reza (Industrieingenieur aus Theheran) nach Rottweil zum Planspielnachmittag der Vier Punkt Null Welten. Ort der Veranstaltung ist das Studienzentrum Rottweil der Hochschule Furtwangen University (HfU) unter Leitung von Prof. Volker Bucher. Zu diesem Anlass treffen sich Professoren und Unternehmer um die Herausforderungen der digitalen Entwicklung in den mittelständischen Firmen zu besprechen und jeweilige Reifegrade festzustellen. Die Mitspieler sprechen schnell und oft mit einem Dialekt oder auch durcheinander. Eine echte Herausforderung für unsere ausländischen Experten, auch wenn diese bereits gut sprechen und die Kenntnisse mit einem Zeugnis – beispielsweise C1 – testiert bekommen haben. Die echte Herausforderung liegt vor Ort und wird auch dort bewältigt oder eben nicht. Dann heißt es: Nacharbeiten – und das möglichst schnell!

Gerne nehmen wir auch Gelegenheiten war, weiter entfernt liegende Betriebe zu besuchen und dort Fachkräfte zu präsentieren. So geschehen beim Retrofit Unternehmen HDC Huttelmaier Dienstleistungscenter in Schorndorf. Dieser 40 Mann-Betrieb rüstet gebrauchte Maschinen auf und nach. Das heißt: Das Innenleben bereits gebrauchter Werkzeugmaschinen wird aufpoliert.

Neue Elektrik und moderne Steuerungselemente machen diese Maschinen für eine Karriere im Automatisierungsbereich und später dann für die Digitalisierung fit. Jörg Huttelmaier und sein Team macht aus ‘angejahrten‘ Maschinen wieder top-aktuelle Produktionswerkzeuge. So gesehen ist Huttelmaier Retrofit ‘ein Jungbrunnen für jeden Maschinenpark‘. 

Hier kommen wir als Top-Job-Gruppe ins Spiel: Gerade im ländlichen Bereich fehlt es oft an Fachkräften. Hier bieten wir mit unserer Gruppe eine gute Möglichkeit, sich schnell und ohne großen Aufwand neue Mitarbeiter anzusehen und diese auch einzustellen. Meist wird man vier Wochen zur Probe arbeiten. Da die Aspiranten aber gut motiviert in diese für sie neue Welt einsteigen, brennen sie förmlich darauf, zu zeigen, was in ihnen steckt. Peter Käpernick im Dezember 2017 (Projektleiter).

Hinweis: Die Erlaubnis zur Veröffentlichung der eigenen (gezeigten) Bilder liegt uns vor. Bei Bedarf können diese Nachweise angefordert werden. 

 

 

‘Vier . Null Welten – The Quest‘

Geschrieben von Peter Käpernick am in Allgemein

Integrative Gamification zum Themenkomplex Management von Industrie Vier . Null

von Dipl. Ing. Peter Käpernick und Prof. Dr. rer. nat. Siegfried Zürn

Kurzbeschreibung: Im Modul ‘Industrial Solutions‘ des MBA der Graduate School Esslingen haben sich 17 internationale Studierende mit den Herausforderungen an das Operations Management durch die Veränderung der Produktionswelt im Rahmen von Industrie Vier Punkt Null beschäftigt. Das Thema wurde durch ein integratives Konzept bearbeitet. In diesem wird das Lernen als ein Prozess verstanden, bei dem vorhandenes Wissen durch Diskussionen während einer Gamification sowie durch gemeinsame Ausarbeitungen mit neuen Erfahrungen ergänzt und kontextual verknüpft wird.

Ziele: Spielerisches Lernen in einem praktisch- realen Umfeld zur Erhöhung der intrinsischen Motivation und Eigenaktivität. Anregung zu Diskussionen und weiterer Beschäftigung mit dem Thema auf Basis des unterschiedlichen Erfahrungshintergrundes.

Vorgehensweise: Moderierte Gamification-Einführung auf Basis eines fiktiven Unternehmens. Bildung von selbstorganisierten Lern- und Arbeitsgruppen. ‚Information sharing‘ über themenbezogene Blogs und interaktive Mind-Maps. Erarbeitung von ‚study assignments‘ durch die Lerngruppen. Benchmark an best-practice Beispielen aus der Industrie durch Industrieexkursionen und interaktive Vorträge. Anwendung des Gelernten im Rahmen einer zweiten Gamification Runde auf das fiktive Unternehmen.

Das Kernstück des Moduls bildet ein haptisches Planspiel, das am StrategieCentrum- Oberrhein für unternehmensinterne Seminare zur Begleitung von Geschäftsideen in KMUs entwickelt wurde. In Kooperation mit der Graduate School (Prof. Zürn) wurde es unter Beachtung der Prinzipien der kybernetischen Managementlehre (Engpass-Strategischer-Ansatz v. Prof. W. Mewes) auf die Belange der internationalen MBA-Ausbildung adaptiert.

Besonderheiten: Der Konzeptansatz fordert eine intensive Vorplanung und Organisation sowie erfahrene Moderatoren als „Spielleiter“. Herausfordernd war, wie in den meisten Gamification Konzepten, die Zeitplanung. Der Zufriedenheitslevel der beteiligten ausländischen Studenten war sehr hoch. Die diesbezüglichen Rückmeldungen waren durchweg positiv. Informationen bitte anfordern unter: www.StrategieCentrum-Oberrhein.de Dipl. Ing. Peter Käpernick

 

 

 

 

 

 

Das große Vier Punkt Null Welten Spiel

Geschrieben von Peter Käpernick am in Allgemein

Wie dem Wandel begegnen?

Mit dem richtigen Werkzeug natürlich. Aber: Welches ist für die aktuelle Fragestellung geeignet? Das Denken in Engpässen (Constraint Thinking) ist ziemlich praktisch, weil es fokussiert. Verzettelung (Volksmund: Tanzen auf mehreren Hochzeiten) lässt sich reduzieren, das eigene Tun kann Wirkung entfalten – wir erhalten Ergebnisse.

Design-Thinking interpretieren wir zunächst als Gestaltung physischer Produkte. Darüber hinaus beschreibt diese Idee ein positives Menschenbild. Chancen-Thinking soll unseren Blick weg vom Risiko, hin zu den vielen Chancen lenken, die uns neue Möglichkeiten erschließen lassen. Verpacken wir die Ansätze des ‘Design-Thinking‘ und ‘ des ‘Chancen-Thinking‘ in einen integralen Prozess, kann das dazu führen, daß sich ganze Gruppen allein oder unter Anleitung neu erfinden (Beispiele: Great Game of Business, Open Book Management). Wir sind eingeladen, alte Strukturen und Glaubenssätze in Frage zu stellen. Ängste sollten in dieser Denkübung keine Rolle spielen.

Aus Sicht einer Unternehmung sind solche Gestaltungsprozesse sehr erwünscht. Aus Sicht der Mitarbeiter stellen Wandlungsprozesse immer auch eine Bedrohung dar. Ob nun zu recht oder nicht, hängt von der Unternehmensgröße, der aktuellen finanziellen Situation und von der Unternehmenskultur (Menschenbild) ab. Ob die Beteiligten eine Bedrohung, als Risiko oder als Chance für Entwicklung einstufen, liegt sehr an deren persönlichen Erfahrungen (Glaubenssätze).

Zahlen (Statistiken) sagen uns, dass lediglich 16 % der Mitarbeiter ‘motiviert‘ oder ‘sehr motiviert‘ sind. 84 % machen Dienst nach Vorschrift oder haben innerlich bereits gekündigt. Die interessante Frage: ‘Was läuft da falsch?‘ Frederic Laloux gibt Antworten in seinen Werken: ‘Reinventing Organizations‘.

Menschen in Unternehmen können viele Geschichten darüber erzählen, was sie täglich erleben. Wer eine Antenne für Stimmungen hat, geht lediglich einmal durch die Firma und weiß ‘wie der Laden tickt‘! Stichworte: Ausgeprägte Hierarchie. Ausufernde Bürokratie. Complience. Nicht gelebte Leitbilder. Vorschriften. Druck. Egozentrisches Verhalten. Machtspiele. Grabenkämpfe. Mobbing. Krankheitsstand. Gespräche der Hinterbühne.

War die Arbeitsteilung zu Beginn des letzten Jahrhunderts durch eine gestiegende Produktivität ein Ticket für mehr Wohlstand, sind wir uns heute einer starken Entfremdung bewusst geworden, die das gesamte Leben nachhaltig beeinflusst (Kontrollverlust). Wir funktionieren im großen Räderwerk der Wirtschaft, verstehen oft die Zusammenhänge nicht (…oder sollen sie auch nicht verstehen!) und verlieren durch die hohe Wandlungsgeschwindigkeit schon mal den Überblick.

Die Informationsflut in Echtzeit – einst als Fortschritt empfunden – verstärkt heute das Gefühl der ‘Orientierungslosigkeit‘ dramatisch. Zusammen mit den Möglichkeiten des Internet, der weiteren Automatisierung und Digitalisierung in den Betrieben steigen die Zukunftsängste: Viele Menschen sorgen sich um ihre Arbeitsplätze. Das in einer Zeit, wo die Arbeitslosenquote eher gering ausfällt! Aber, vielleicht gerade deswegen, jeder weiß ja, daß das Wachstum nicht ohne Ende weitergehen kann.

Was wäre wenn?

Wir bieten ‘Gamification‘ – also ein Planspiel, das Fragen zum Thema der Vier Punkt Null Welten anspricht und zur Klarheit über die zukünftigen Rollen der beteiligten Mitarbeiter beiträgt. Unter dem Motte: ‘Was wäre wenn?‘ lassen sich viele Problem in kürzester Zeit ansprechen und Lösungen skizzieren. In 4 bis 5 Stunden ‘spielen‘ wir Fragestellungen der sechs Handlungsfelder ‚Konnektivität‘ + ‚Big Data‘ + ‚Demografie‘ + ‚Zukunftsfabrik‘ + ‚Geschäftsmodelle‘ + ‚Leben in der Digi-Zeit‘ einfach durch. Durchblick 4.0 – die Gamification mit Tiefgang zeigt Wege! Wir müssen es nur TUN! Zeitaufwand: Überschaubar. Termine und Kosten auf Anfrage: P.Kaepernick@StrategieCentrum-Oberrhein.de bzw. unter ‘Veranstaltungen‘: www.StrategieCentrum-Oberrhein.de