Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!

Dieses Bonmot spitzt die Überzeugung, mit Statistik lässt sich alles beweisen, zynisch und in paradoxer Weise zu. Ja, Statistik ist omnipräsent – sie erhebt Anspruch auf Glaubwürdigkeit. Insbesondere die Angaben über den demografischen Wandel, also die bedrohliche Aussage über unsere Zukunft, hat inzwischen das Image einer unumstößlichen Tatsache. Viele Denker und Lenker dieses unseres Landes – bis hinab in die Niederungen des Oberrheines – glauben daran! 

Beispielhaftes: Demografische Entwicklung beschreibt Zukunft (…aus heutiger Sicht!) in vielerlei Hinsicht als „dramatisch“. Es kommen zu wenig Kinder. Wir werden immer älter. Es gibt immer mehr Rentner. Diese drei Faktoren werden seit 1870 (achtzehnhundertsiebzig) thematisiert. In dieser Zeit steigt die Lebenserwartung über 30 Jahre. Der Anteil junger Leute sinkt von rund 40 auf 20 Prozent. Mehr alte Leute werden älter – so steigt der Anteil der über 65-Jährigen von rund 5% auf fast 17%. Führende Köpfe weisen auf diese „katastrophale“ Entwicklung hin. Auf Sonntagsreden, Neujahrsansprachen und natürlich in den so beliebten Talkrunden….! 

 
In diesem Zusammenhang sei Statistikprofessor Gerd Bosbach (TAZ 27.1.14) zitiert: „Statt, dass uns die Arbeitskräfte ausgegangen sind – wie es heute immer wieder behauptet wird – wurde die Arbeitszeit verkürzt. Im Jahre 1900 arbeiteten die Menschen 60 Wochenstunden, Rente gab es ab 70. Zu den Demografieängsten: In der Weimarer Republik sprach man von „Geburtenschwund“ und von der Überalterung des deutschen Volkskörpers“. Dem Vernehmen nach quälte auch Adenauer die Angst, dass (damals) die zukünftigen Renten nicht mehr bezahlt werden können. 
 
Tatsache und durchaus im Tagesgeschäft erfahrbar: Wir sind nicht ausgestorben, der Sozialstaat verhindert die gröbsten Abstürze von Randgruppen, sorgt für einen gewissen sozialen Ausgleich – trotz Automatisierung (…die industrielle Revolution 4.0 kommt ja erst noch!!!) – wir leisten uns soviel Lobbyisten wie niemals zuvor. Die Reichen werden reicher. Es fällt auf, wie sehr das Schüren von Ängsten interessengeleitet ist. Die Hofberichterstattung setzt auf Panik. Kein Tag vergeht, an dem nicht ein „erhobener Zeigefinger“ warnend das kommende Disaster anprangert. Keine Fachkräfte. Keine Führungskräfte. Der Euro als Währung – untragbar. Die EU – ein Konstruktionsfehler der besonders schweren Art. Früher war Zukunft ein Versprechen, heute wirkt sie bedrohlich. Aber: Das brauchen wir nicht akzeptieren! 
 
Die heutige Botschaft: Nicht denken lassen! Selber denken macht schlau! Dann sieht auch diese Welt ein wenig anders aus! Es hängt ausschließlich von uns ab, wie wir denken und was wir denken. Allerdings – und das ist auch richtig – macht ein neues Denken mehr Arbeit. Es strengt richtig an! Aktuell wird soviel innoviert, konnektiviert, iniziiert und gemanaged, dass für das neue Denken wenig Zeit bleibt. Das ist schade, dadurch bleibt vieles auf der Strecke. Siehe Energiewende! Ein gutes Beispiel für interessengeleitete Fehlentscheidungen!
 
Grundmotivation Zukunftssicherheit: Strategisches Denken und Handeln hilft uns, eine gewünschte Zukunft nach unseren Vorgaben zu gestalten. Beim Thema Zukunftssicherheit legt jeder einen anderen Schwerpunkt. Ob es nun um das Finanzielle, das neue Geschäftsfeld oder um Beschäftigungsfähigkeit (…Stichwort Employability) geht: Voraussetzung für ein Gelingen ist der erste Schritt – man muss einfach anfangen! Mit einer richtigen Strategie lassen sich viele Ziele – auch ihre Ziele – systematisch erreichen. Nicht die Menge der Ressourcen ist die Grundlage des Erfolges, sondern ihr wirkungsvoller Einsatz zum Nutzen einer Zielgruppe. Unser neues ErfolgsLeitSystem (ELS) ist jetzt online. Man kann sich sofort einloggen und loslegen. Ein erfahrener Mentor begleitet Sie bis zum Projekterfolg. Mehr Informationen unter www.Strategie.net
 
PS: Unser nächster StrategieAbend in Freiburg am 13. Februar widmet sich dieser Thematik. Beginn: 19 Uhr. Infos unter www.Strategie.net/Freiburg